Pünktlich zur "Optical Data Storage 2004" die in Monterey Kalifornien stattfindet, stellt Sony in Zusammenarbeit mit Toppan eine Blu-Ray Disc vor, die zu einem Großteil aus Papier besteht. Seit etwa einem Jahr arbeitet Sony mit dem seit 1900 existierenden japanischen Traditionsunternehmen aus dem Druckbereich an diesem Thema zusammen. Entstanden ist eine Scheibe die zu mehr als der Hälfte aus Papier besteht und die Kapazität von 25 GB besitzt. Der Einsatz dieser Papier-Discs ist vorallem für Bereiche vorgesehen in denen Daten schnell überholt sind und in denen die Produktionskosten eine große Rolle spielen. So ist beispielsweise der Einsatz in Zeitschriften eine Möglichkeit. Mittlerweile ist die weltweite Produktion von optischen Datenträgern bei annähernd 20 Milliarden Scheiben jährlich angelangt. So liegt es natürlich auf der Hand sich schleunigst Gedanken über die Umweltaspekte zu machen. Im Oktober 2003 stellte Sanyo zusammen mit Mitsui bereits CDs vor, die komplett aus dem nachwachsenden Rohstoff Mais hergestellt werden können.
Im Gegensatz zu CDs und DVDs ist der Einsatz von Papier bei den Blu-Ray Medien möglich. Der eingesetzte Laserstrahl liest mehr oder weniger direkt von der Oberfläche, während er bei den CDs und DVDs einen gewissen Weg durch das Polycarbonat zurück legen muss. Noch fehlen aber die Blu-Ray Geräte mit denen die Medien gelesen werden können. So wurden zwar bereits 2003 erste Geräte der Öffentlichkeit präsentiert, aber bis diese in Stückzahlen verfügbar sind wird es noch eine Weile dauern. Die Blu-Ray Technologie wurde bereits Anfang 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt. (bk)
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